Plastiktütenfreies Europa?

Vielen Dank für die Weihnachtsgrüße an Tiemo Wölken. Irgendwie werden wir das Gefühl nicht los, dass sich in der Empfängeradresse ein neuer Auftrag versteckt hat 😉

Oder was meint ihr?

Plastiktütenfreier Weihnachtsmarkt

Die Klimabotschafter der Ursulaschule zeichnen derzeit mehr als 80 Stände des Osnabrücker Weihnachtsmarkts mit dem Emblem „Plastiktütenfreies Geschäft“ aus. Für den diesjährigen Weihnachtsmarkt hatte die Interessengemeinschaft Osnabrücker Weihnachtsmarkt e.V. 20.000 Papiertüten gestalten und drucken lassen. Viele Schausteller nahmen diese Chance wahr, um die Plastiktüte aus ihrem Stand zu verbannen.

Auf den weihnachtlich gestalteten Papiertaschen ist auch das Emblem des von Klimabotschaftern der Ursulaschule initiierten Projekts „Plastiktütenfreies Osnabrück“ zu sehen. Am vergangenen Freitag begannen Klimabotschafter damit, gemeinsam mit Jens Hanke (Vorsitzender der Interessengemeinschaft) und Antonia Martin Sanabria (Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft) Stände auszuzeichnen. Antonia Martin Sanabria schätzt, dass von den 112 Schaustellern nun etwa 80 Prozent auf Plastiktüten verzichten.

Erst kürzlich hatten die Klimabotschafter mit dem Osnabrücker Traditionsunternehmen Schäffer das einhundertste Geschäft ausgezeichnet. Dies geschah im Rahmen einer großen Veranstaltung des Projekts in der Lagerhalle, bei dem die Klimabotschafter gemeinsam mit Sergej Friesen von der Koordinierungsstelle „Plastiktütenfreies Osnabrück“ auf drei lebendige Projektjahre zurückblickten und einen Dokumentarfilm zum Projekt präsentierten:

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/986164/schueler-befreien-osnabrueck-von-ueber-10-000-plastiktueten#gallery&0&0&986164

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Osnabrueck-100-Plastiktuetenfreie-Geschaefte,plastiktueten126.html

Autor: T. Romberg
Fotos: J. Heckenkamp

So war die Abschlussveranstaltung „Plastiktütenfreies Osnabrück“

Am 28. November 2017 war es soweit. Um 18 Uhr öffnete die Lagerhalle in Osnabrück ihre Pforten für die Abschlussveranstaltung „Plastiktütenfreies Osnabrück“. Im Foyer war ein kleines Museum aufgebaut. Hier konnten Besucher die Geschichte von „Plastiktütenfreies Osnabrück“ bestaunen.

Den 200 Besuchern wurde eine Bühnenshow geboten. Mit dabei waren der Schirmherr des Projekts (Oberbürgermeister Wolfgang Griesert), die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dorothea Steiner (als Botschafterin der BINGO Umweltstiftung) und viele Unterstützer aus der dreijährigen Projektgeschichte. Mit dem Osnabrücker Traditionsunternehmen Schäffer haben wir „live“ auf der Bühne das 100. plastiktütenfreie Geschäfts ausgezeichnet.

Nach dem Bühnenprogramm und einer Theaterszene zeigten wir den Dokumentarfilm zum Projekt, den der Künstler und Filmemacher Henning Lichtenberg gemeinsam mit Klimabotschaftern der Ursulaschule gemacht hat.

Hier geht es zu Medienberichten:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/986164/schueler-befreien-osnabrueck-von-ueber-10-000-plastiktueten#gallery&0&0&986164

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Osnabrueck-100-Plastiktuetenfreie-Geschaefte,plastiktueten126.html

Hier einige Bilder der Veranstaltung:

Kreativ mit Plastikmüll

Immer wieder versuchen wir, mit kreativen Aktionen auf die Plastikmüll-Problematik hinzuweisen. Und wir haben Recycling-Projekte gestartet, bei denen wir etwas aus alten Plastiktüten herstellen. Eine Künstlerin hat nun beides unter einen Hut gebracht (Aufmerksamkeit plus Recycling), oder besser gesagt: Unter eine Lampe. Hier der Link zum Projekt

Plastiktütenfreie Zone in der Innenstadt

Etwa 15 Klimabotschafter der Ursulaschule aus verschiedenen Jahrgangsstufen haben am Samstag in der Innenstadt wieder für ein plastiktütenfreies Osnabrück geworben. Sie wiesen „Plastiktüten-Träger“ auf ihren ökologischen Fauxpas hin und boten ihnen an, die Plastiktüte gegen einen Jutebeutel zu tauschen. Zudem wurden „Jutebeutel-Träger“ mit einem grünen Ansteck-Button ausgezeichnet. „Plastiktüten-Träger“ wurden hingegen mit einem roten Button verwarnt.

So war der Plastiktütenfreie Gipfel

Autoren: Annabel Joerges und Kilian Thiel

Am 21. und 22. September fand in Osnabrück ein „Plastiktütenfreier Gipfel“ mit Jugendlichen aus ganz Deutschland statt. Ziel war es, dem „Umweltkiller“ Plastiktüte auch in anderen Städten den Kampf anzusagen; zum einem weil das Projekt „Plastiktütenfreies Osnabrück“ zum Ende diesen Jahres ausläuft und dringend Nachfolger in anderen Städten sucht, zum anderen da das Projekt von Anfang als „Kopiervorlage“ für andere Städte dienen sollte, weil nur eine großflächige Reduktion des Plastiktütenverbrauchs die nötigen Resultate hervorbringt.

Aus diesem Grund kamen nun interessierte Jugendliche und ihre Lehrer, die sich an ihren Schulen in diversen Projekten für die Umwelt einsetzten, auf Einladung der Osnabrücker Klimabotschafter aus ganz Deutschland zusammen. Organisiert wurde der Gipfel von der Ursulaschule, der Koordinierungsstelle „Plastiktütenfreies Osnabrück“ und der Gesamtschule Schinkel im Verbund der Unesco-Schulen. Sergej Friesen (Koordinator „Plastiktütenfreies Osnabrück“), Dr. Tobias Romberg (Ursulaschule) und Gunnar Nilsson (Gesamtschule Schinkel) begrüßten alle Teilnehmer.

Nach einer Videobotschaft des Osnabrücker Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert, der Schirmherr des Projekts „Plastiktütenfreies Osnabrück“ ist, stellte sich in der Caprivi-Lounge der Hochschule Osnabrück jede Gruppe eingangs mit ihrem Projekt vor. Danach holten sich die Gäste in verschiedenen Workshops Inspiration für ihre eigenen Projekte, unter anderem zum Weg zur Recycling-Tasche, zu Kunst aus Plastik, zum Thema „EU und Plastik“ und zu weiteren, interessanten Themen. Die Pausen boten Raum für Unterhaltungen und schnell entstanden neue Kontakte und Kooperationen, von denen der Umweltschutz in Zukunft profitieren könnte.

Nach einem Stadtrundgang, bei dem die zahlreichen von uns als „plastiktütenfrei“ ausgezeichneten Geschäfte auffielen, und einem gemeinsamen Filmabend („A plastic ocean“) in der Ursulaschule mit 52 Pizzen bezogen die Klimabotschafter der Ursulaschule die Jugendherberge in der Nähe des Zoos. Die Gäste schliefen in einer anderen Unterkunft.

Der zweite Gipfel-Tag begann früh, denn es stand einiges auf der Agenda: Zunächst besuchten die Teilnehmer die Universität Osnabrück und führten dort im Institut für Umweltsystemforschung eigenhändig Experimente durch. Das diente dem Zweck, mehr über Mikroplastikpartikel in der Umwelt zu erfahren. Dazu testeten sie die Dichte unterschiedlicher Materialien, filterten und sedimentierten. Das Fazit: Was im Kleinen geht, ist sehr aufwendig und kaum auf größere Maßstäbe übertragbar. So konnte man nicht nur um die Wichtigkeit des Umweltschutzes erfahren, sondern auch griffige Argumente für den Kampf gegen die Plastiktüte sammeln, die sicher bei ihren Verfechtern kalte Füße auslösen werden.

Die zweite Station war eine Führung durch den Botanischen Garten am Westerberg. Zu betrachten waren Pflanzen wie Baumwolle, Bambus, Agaven und andere, alles Naturprodukte, die man statt Plastik nutzen kann. Dabei wurde deutlich, dass der Anbau dieser Produkte im großen Stil nicht ohne Nebenwirkungen möglich, aber deutlich besser ist als Plastik und seine verheerende Wirkung auf die Weltmeere.

Nachdem alle wieder durch ein ausgiebiges Essen in der Mensa gestärkt waren, ging es direkt zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Der Vortrag „Umweltschutz im Globalen Maßstab“ von Prof. Dr. Markus Große Ophoff diente als standesgemäßer Abschluss des Gipfels und zugleich als Bündelung aller in den zwei Tagen gelernten Dinge: Es ging um die 17 Nachhaltigkeitsziele, die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurden, um „Planetare Leitplanken“, damit unter anderem die Emission von neuen Substanzen wie Plastik oder Medikamenten nachhaltig reduziert werden kann. Diese Vereinbarungen zeigten allen deutlich, dass etwas unternommen wird, aber auch die Initiative jedes Einzelnen gefragt ist, zusammen aber Erfolge verbucht werden können, wie zum Beispiel der Zurückgang des Ozonlochs.

Doch wurde auch klar, dass viele einmal verursachte Probleme nicht mehr zu beheben sind, gerade beim Thema Plastik, wo eine Nachsorge durch systematisches Einsammeln des maritimen Plastikmülls nicht möglich und dadurch keine Lösung ist, da ein Großteil auf dem Meeresboden liegt und sich in Mikroplastik auflöst. So sei Vorsorge gefragt, zum Beispiel durch Recycling oder geringere Produktion.

Mit all diesen Informationen im Hinterkopf erarbeiteten wir Jugendlichen gemeinsam Forderungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um der Plastiktüte vereint den Kampf anzusagen. Alle Teilnehmer konnten viel mitnehmen, gerade die Gastgeber erlangten einen regelrechten Motivationsschub für den Endspurt ihres Projektes (im November wird eine Abschlussveranstaltung des Projekts „Plastiktütenfreies Osnabrück“ stattfinden). Für alle war der Gipfel persönlich eine Bereicherung und als Resultat ist die Plastiktütete jetzt nirgendwo mehr sicher. Mutter Natur ist bestimmt stolz auf uns!

Fotos: Marie von europe direct und Henning Lichtenberg

Plastiktütenfrei vereint

Der „Plastiktütenfreie Gipfel“ hat am Donnerstagvormittag in der Caprivi-Lounge in Osnabrück begonnen. Etwa 50 Jugendliche aus Deutschland treffen sich zwei Tage lang, um gemeinsam zu den Themen „Plastik“ und „Verpackungsmüll“ zu arbeiten. Mit dabei sind die Klimabotschafter der Ursulaschule, Schüler der Gesamtschule Schinkel und Jugendliche von Unesco-Schulen aus verschiedenen Städten. Auf dem Programm stehen Workshops, Exkursionen, ein Stadtrundgang und ein gemeinsamer Filmabend.

Umweltmuffel mit zwei Buchstaben

Am Samstag waren wir wieder mit unserem Infostand in der Großen Straße, um unsere Tauschaktion durchzuführen. Dabei wurden Plastiktüten der Passanten gegen unsere schönen Jutebeutel getauscht. Uns ist aufgefallen, dass vor allem die großen Modehäuser L+T, C+A und H+M viele Plastiktüten rausgeben. Pfui. Und das im Jahr 2017… Dagegen wollen wir vorgehen!

Flashmob in der Innenstadt

Immer wieder gehen die Klimabotschafter der Ursulaschule Osnabrück in die Öffentlichkeit, um gegen die Verwendung von Plastiktüten zu kämpfen. Am 27. August zeigten sie bei einem Flashmob in der Osnabrücker Innenstadt eindrucksvoll, wie Tiere wegen Plastiktüten leiden müssen. Aber seht selbst:

Verurteilt wegen Plastiktüten?

In Deutschland wurde eine freiwillige Selbstverpflichtung für den Handel eingeführt, um die Nutzung der Plastiktüten einzudämmen. Kenia geht noch 10 bis 20 Schritte weiter. Das Land verbietet die Produktion und die Nutzung von Plastiktüten. Nutzer von Plastiktüten müssen demnächst mit Geldstrafen von bis zu 32.000 Euro oder mit einem Aufenthalt im Gefängnis rechnen.

Ob wir Deutschland auch ohne solche Maßnahmen plastiktütenfrei bekommen? Wir setzen vorrangig auf die Vernunft der Unternehmen und Konsumenten.

Hier geht es zum Artikel der RP Online.

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